Über uns
Geschichte des Sportring Eller 1892 e.V.
Ein Artikel zum 100jährigen Bestehen - anno 1992.
Wir feiern dieses Jahr das Fest unseres 100jährigen Bestehens. Es ist schon eine erstaunliche Leistung, daß es 100 Jahre lang immer wieder idealistische Männer und Frauen gab, die Verantwortung und Mühen auf sich nahmen, um den Verein am Leben zu erhalten. Die Generation, die noch erheblichen Anteil an der wechselvollen Geschichte unseres Vereins hatte und nahm, ist von uns gegangen und nicht mehr in der Lage, mündliche Überlieferungen weiterzugeben. So wollen wir die Gelegenheit wahrnehmen und unseren heutigen Mitgliedern eine kleine chronische Vereinsgeschichte erzählen.
Im Ortsteil Eller gab es den Turnverein Eller 1892 (daher unser Gründungsjahr), den einige turnbegeisterte Männer, im Sinne des Turnvater Jahn, gegründet hatten.
In der Siedlung Freiheit gab es den 1930 gegründeten Sportverein "Freiheit".
Etwas später, im Jahre 1935, wurde der Sportverein Reisholz 1912 in "Sportfreunde Eller 1912" umbenannt.
Aus all den oben genannten Vereinen wurde im Jahre 1953 unser Sportring Eller 1892 e.V.
Wieso durchlief unser Verein so viele Stationen mit wechselnden Namen?
Unsere monatelangen Nachforschungen ergaben da ganz erstaunliche Dinge. Alle Unterlagen desTurnvereines Eller 1892 wurden von Amtswegen 1933 vernichtet (siehe Anmerkung untenstehend). im Vereinsregister unter Nr. 758 war der Sportverein "Freiheit" 1930 eingetragen. Der 1. Vorsitzende war Sportkamerad Karl Vieck. Sein Nachfolger Sportkamerad Karl Barth wurde gezwungen, den Verein am 31.05.1933 aufzulösen. Durch diese Verbote waren unsere Mitglieder vereinslos. Wir schlossen uns dem damaligen Verein "Sportverein Reisholz 1912 " an. Leider hatten wir auch hier keine Ruhe vor den damaligen Machthabern. So gründeten wir aus dem Sportverein Reisholz 1935 den Sportfreunde Eller 1912 e.V., der am 22. Dezember 1938 im Vereinsregister unter der Nr. 998 eingetragen wurde.
Als Vorstand waren eingetragen, die Sportkameraden Heinz Schemkes und Hans lhlow. Durch den 2. Weltkrieg 1939-45 kam das Vereinsleben verständlicherweise zum Erliegen. Aber schon Ende 1945 hat unter unserem unvergessenen Ehepaar Ida und Willi Bitter das Vereinsleben wieder angefangen. Und so wurde unter Mitwirkung aller noch lebenden Mitglieder unserer Vorgängervereine am 17.10.53 der Sportring Eller 1892 e.V. ins Leben gerufen, wie man in der 1. Versammlung nach dem Kriege, am 27. September 1945!!, schon beschlossen hatte.
Und wie sah das Ganze sportlich aus?
Zu Beginn waren wir ein reiner Turnverein mit Männer- und Frauenturnriegen. Aber schon 1 Jahr später hatten wir eine Ring- und Stemmabteilung, die ein gutes sportliches Renommee hatte. Rückläufige Entwicklung während des 1. Weltkrieges hinderte nicht, 1912 eine Fußballabteilung zu gründen. Nach Beendigung des 1. Weltkrieges wurden neben dem allgemeinen Wiederanfang Leichtathletik-, Handball- (1928) und Gymnastikabteilungen gegründet. Vor allem die Kindergymnastik hatte weit über Düsseldorfs Grenzen hinaus Erfolge. Unsere 1. Fußballmannschaft wurde schon 1925 westdeutscher Landesmeister. Im Endspiel um die deutsche Meisterschaft unterlagen wir gegen Bremerhaven mit 0: 1. So bekannte Fußballer in Düsseldorfs Stadtauswahl in den Jahren 1925-1933, wie VVilly Bitter, Karl Daum, Josef Kitzman, kamen aus unserem Verein.
Unsere Ringer wurden 1924, 1926 und 1928 Düsseldorfer Stadtmeister.
Unsere Handballmänner und -frauen spielten in dieser Zeit immer ganz oben mit und scheiterten nur an der starken Konkurrenz aus Gerresheim. Gerade unsere Handballabteilung, vertreten durch unsere Frauen, hielten das Vereinsleben bis zum Ende des 2. Weltkrieges aufrecht. Nach dem 2. Weltkrieg entwickelten wir uns ganz schnell wieder zu einem prächtigen Verein und führten neben unseren traditionellen Abteilungen Turnen, Ringen, Fußball, Handball auch Schwimmen, Boxen, Leichtathletik, Volleyball, Schach und hatten eine Hundestaffel.
In diese Periode fiel als größtes sportliches Ereignis ohne Zweifel der Aufstieg unserer 1. Männerfußballmannschaft 1962 in die Bezirksliga. Mit voranschreitender Zeit lösten sich nach und nach einzelne Abteilungen auf. Leider ist als letzte Abteilung unsere Handballabteilung 1974 zu unserem Nachbarverein TSV Eller 04 gewechselt. So sind wir dann seit 1975 ein reiner Fußballverein mit durchschnittlich (Jugend und Senioren) 12 Mannschaften, die am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen.
Aus den wenigen Jahren unserer Schachabteilung bleibt erinnernswert, daß der in Fachkreisen bekannte Düsseldorfer Schachspieler Heil seinen sportlichen Anfang bei uns hatte.
Was geschah sonst noch?
Lukashaus gebaut vom Sportring
Zwischen den beiden Weltkriegen besaßen wir unter Leitung unseres Kameraden Christian Zöllner ein Tambour- und Schalmeienkorps. Zusammen mit dem ebenfalls bestehenden Kinderkorps, wurde unter Leitung von Kamerad Zöllner das heute noch existierende Lukashaus vor dem Bahndamm am Ende der Posener Straße gebaut. im heute so wunderschönen Saal des Wirtshauses Pils (ehemals Katzbachquelle) haben jahrelang unsere Gymnastiker trainiert. Bis 1945 spielten wir auf einem Gelände, wo heute die Schöndorffstraße ist. 1945 zogen wir zur Roßbachstraße 41 unserem heutigen Platz. Das Clubhaus war von der Fa. Siemens, daher das "S" im Giebel, gebaut und wir wurden Nutznießer.
Anmerkung:
Zur Erinnerung - Anfang 1933 kam die damalige nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei an die Macht und errichtete ab Mai 1933 durch die Einführung der Ermächtigungsgesetze eine 100 %ige Parteidiktatur. Es wurden alle sozialistischen und demokratischen Vereine et cetera, verboten.
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Unsere Anlage
Unsere Anlage vor, während und nach dem Umbau.

















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Unser Vorstand
| Jahr | 1. Vorsitzender | 2. Vorsitzender | Hauptkassierer | Jugendwart |
| 1930 | Karl Vieck | Fr. W. Tatscher | - | - |
| 1933 | Karl Barth | Ant. Zeppenfeld | - | - |
| 1935 | Heinr. Schemkes | - | - | - |
| 1939 | Keine Unterlagen | |||
| 1945 | Wiederaufleben | |||
| 1953 | Willy Bitter | Herrn. Marhan | Hans Becker | Karl Bolte |
| 1956 | Heinr. Crämer | Frank Felder | Karl Bolte | Kurt Krause |
| 1957 | Heinr. Crämer | Heini Haack | Karl Bolte | Reinh. Kramer |
| 1958 | Heinr. Crämer | Joh. Michels | Karl Bolte | Hans Gunkel |
| 1959 | Kurt Krause | Hans Gunkel | Karl Decker | Hans Gunkel |
| 1960 | Kurt Krause | Hans Gunkel | K.-H. Müller | Hans Gunkel |
| 1961 | Kurt Krause | Hans Gunkel | Ferd. Kahlberg | Hans Gunkel |
| 1962 | Kurt Krause | Hans Gunkel | Ferd. Kahlberg | Hans Gunkel |
| 1964 | Hans Gunkel | Kurt Krause | Ferd. Kahlberg | Jörg Reis |
| 1965 | Hans Gunkel | Kurt Krause | Ferd. Kahlberg | Gerd Töllner |
| 1966 | Hans Gunkel | Kurt Krause | Ferd. Kahlberg | Gerd Töllner |
| 1967 | Hans Gunkel | Günter Küpper | Kurt Krause | Gerd Töllner |
| 1968 | Hans Gunkel | Günter Küpper | Kurt Krause | Gerd Töllner |
| 1969 | Hans Gunkel | Kurt Krause | Ferd. Mahlberg | Gerd Töllner |
| 1970 | Hans Gunkel | Günter Küpper | Kurt Krause | Gerd Töllner |
| 1973 | Kurt Krause | Günter Küpper | Heinz Röhrig | Gerd Töllner |
| 1974 | Joh. Michels | Günter Küpper | Kurt Krause | Gerd Töllner |
| 1976 | Walter Lenssen | Günter Küpper | Kurt Krause | Gerd Töllner |
| 1980 | Walter Lenssen | Günter Küpper | Kurt Krause | Udo Wollert |
| 1984 | Walter Lenssen | Günter Küpper | Kurt Krause | Mädler/Wollert |
| 1990 | Walter Lenssen | Günter Küpper | Kurt Krause | Udo Wollert |
| 1992 | Jörg Höhner | Günter Küpper | Edi Hoyer | Lothar Weber |
| 1994 | Walter Lenssen | Ewald Horhäuser | Wolfg. Schlieper | Klaus Jungen |
| 1996 | Walter Lenssen | Ewald Horhäuser | Wolfg. Schlieper | Iris Polowinsky |
| 2004 | Harald Lehmann | Rudi Föderl | Jens Barelmann | Iris Polowinsky |
| 2006 | Harald Lehmann | Rudi Föderl | Wolfram Kujadt | Iris Reichel |
| 2007 | Harald Lehmann | Rudi Föderl | Wolfram Kujadt | Iris Reichel |
| 2008 | Harald Lehmann | Rudi Föderl | Wolfram Kujadt | Iris Reichel |
| 2009 | Harald Lehmann | Rudi Föderl | Wolfram Kujadt | Iris Reichel |
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